Aug 12 2008
Willkommen bei Deutschlands Maßnahmen
Es gibt immer wieder Momente, da bleibt mir einfach irgendwie die Spucke weg und ich kann nur resignierend den Kopf schütteln, so wie gerade eben, als Männe mir seinen neuen Lebenslauf zuschickte, den er gestern bei seiner unnützen peinlichen beschissenen tollen “Maßnahme” ( wenn man das überhaupt so nennen kann, ich nenne es: Wir schicken Sie zu einem anderen Träger und Sie fallen dann aus unseren Statistiken beim A-Amt) von seinem dortigen Betreuer bekommen hat. Ganz stolz präsentierte dieser nämlich gestern meinem Mann eine neue Form einen Lebenslauf zu schreiben und erledigte dies auch prompt für Männe.
Ich mein ganz ehrlich, ich will nicht undankbar sein, ich finds ja prima das er meinem Mann einen Lebenslauf schreibt, scheinbar haben sie meinem Mann ja beide Arme gebrochen und er kann das nicht mehr selber, aber liebe Betreuer, wenn Ihr schon mit Eurer aufopfernden Arbeit glänzen wollt, dann sollte folgendes NICHT passieren:

Nr.1 Es heißt “verschiedene” und Nr.2 “insbesondere” und mal ganz ehrlich, ich gestehe jedem Rechtschreibfehler zu, ich mache auch genug besonders hier wenn ich einen längeren Beitrag schreibe, aber wenn ich mich Berufsberater schimpfe und für meine Klienten ein Schreiben erstelle, wo ich davon ausgehen muß, dass ein Klient dieses benutzt und vielleicht nicht genau hinschaut, dann habe ich verdammt nochmal darauf zu achten, dass solche Schreibfehler nicht passieren. Was glauben Sie lieber Berufsberater eigentlich wie das aussieht, wenn mein Mann diesen Lebenslauf unkorrigiert an einen potenziellen Arbeitgeber schicken würde? Ich würde diesen Lebenslauf am liebsten ausdrucken, mit Rotstift korrigieren und einen freundlichen Kommentar darunter schreiben und Ihnen dieses Exemplar dann in 2 Wochen von meinem Mann überreichen lassen. :fool_mini_ee:


*kopfschüttel* das kann ja wohl nicht wahr sein.
wenn man hier oder in Foren schreibt.. Okay, kein Ding.. Bei bei repräsentativen Schreiben, darf sowas einfach nicht passieren.
Immer wieder interessant, über wie viel Unvermögen manche verfügen.. :scratch_one-s_head_mini_ee:
Eigentlich müsste man die Fehler wirklich verdeutlichen und dann aber mal an die Presse weitergeben.
Autsch! Das ist echt bitter. Solche Fehler sollten eigentlich nicht passieren. Mal abgesehen davon, dass ich nicht “verschiedene Praktika” schreiben, sondern sie einzeln auflisten würde, finde ich die Form auch nicht grade berauschend.
In Briefe und Dokumente gehört für mich kein Times New Roman als Schriftart, sondern etwas serifenloses. Evtl. sogar eine etwas ausgefallenere Schriftart, die trotzdem den Ansprüchen der Lesbarkeit im Lauftext genügt. Ich habe z.B. Fonce Sans von Liquisoft benutzt, als diese noch frei zu haben war.
Macht rein optisch schon mehr her.
An dieser Stelle aber auch noch mal ein Gruß an den Leiter meiner “Maßnahme” (ECDL, als Computer-Fphrerschein für mich als ausgebildeten Fachinformatiker…). Er hat das echt gut gemacht und nützliche Tipps gegeben. Allerdings konnte ich mit ihm gemeinsam unterrichten und wusste einiges in der Tat besser als er. Wir haben uns insgesamt aber nicht viel genommen. War auch mal spannend
Nun Funker ich glaube die Schriftart war noch das geringste Problem, wenn ich mir überlege das mein Mann dem netten Herrn erstmal erklären mußte wie Word funktioniert :scratch_one-s_head_mini_ee:
Das Ding ist, die Berater, Lehrer sind auch nur Arbeitslose in einer Maßnahme! Schon mal darüber nachgedacht?!
OK, ich bin jetzt erst mal von meinem Kurs ausgegangen. Da war das Wissen zumindest beim Dozenten durchaus vorhanden und es kam davon sogar ziemlich viel bei den Kurs-Teilnehmern an. Selbst bei mir sind noch ein paar Sachen hängen geblieben, die ich vorher nicht wusste.
Wenn das bei deinem Angetrauten wirklich so war, dann hatte ich wohl “Bewerbungskurs 2.0″
Ach so Basti und weil das auch Arbeitslose in einer Maßahme sind ( was bei meinem Mann nicht der Fall ist) und dafür Geld bekommen, ist es nicht so schlimm wenn man seinem Klienten solche Lebensläufe gibt? :eusa_think_ee:
[...] Unfähige “Schulungsleiter” der Argentur für Arbeit bzw. deren Partnerfirmen werden von Suriel angeprangert. Stellenweise fragt man sich wirklich, was für Deppen in solchen Institutionen auf die “Lehrlinge” losgelassen werden. Ich hatte bei meinem Computer-Führerschein (ja, richtig, den braucht man unbedingt als gelernter Fachinformatiker… Danke, Arbeitsamt) Glück. Der Dozent war fähig und wir konnten beide etwas voneinander lernen. [...]